Title: Anwalt für Umgangsrecht in Düsseldorf
Author: RegioHelden
Published: 2. März 2023
Last modified: 8. März 2023

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# Anwälte für Umgangsrecht in Düsseldorf

Das Umgangsrecht, das im Gegensatz zum Sorgerecht nicht im BGB geregelt ist, legt
als Teil des Familienrechts den Anspruch eines minderjährigen Kindes auf Umgang 
mit seinen Eltern fest. In besonderen Fällen können auch Rechte auf Umgang mit dem
Kind bezüglich Dritter bestehen. Prinzipiell hat **jedes Kind ein Recht auf Umgang
mit seinen Eltern**, auch mit nicht sorgeberechtigten Elternteilen. Im Zweifel sind
die Ansprüche, der Umfang und die Ausübung des Umgangsrechts, auch gegenüber Dritten,**
von einem Familiengericht zu klären**. Die Oelbermann Anwaltskanzlei, Ihr [Rechtsanwalt in Düsseldorf](https://www.schnorrenberg-oelbermann.de/?output_format=md),
kennt die wichtigsten Details rund um die Themen Umgangsregelung und die Ansprüche
und Pflichten, die die Umgangsberechtigten haben.

⌊Elterliche Sorge im Umgangsrecht⌉⌊Elterliche Sorge im Umgangsrecht⌉
 © Marco Drux–
stock.adobe.com

## Welche verschiedenen Umgangsvarianten gibt es?

Nach einer Trennung der Eltern gibt es im Umgangsrecht mehrere Varianten, wie der
Umgang mit und zu den Kindern gepflegt wird. Die häufigste ist das sogenannte **
Residenzmodell**, bei dem das Kind bei einem Elternteil den Lebensmittelpunkt hat
und den anderen Elternteil für einige Tage besucht – beispielsweise am Wochenende
und in den Ferien. Außerdem gibt es das **Wechselmodell**, bei dem die Zeit, die
das Kind bei den Elternteilen verbringt, fast gleich aufgeteilt wird. Eine eher 
ungewöhnliche Alternative ist das sogenannte **„Nestmodell“**, bei dem das Kind 
ständig an einem Wohnort ist und abwechselnd von den Elternteilen betreut wird. 
Wenn Sie Fragen zur Umgangsregelung oder die Rechten und Pflichten von Umgangsberechtigten
haben, beraten wir Sie nicht nur in Düsseldorf, sondern auch als Ihr [Anwalt für Familienrecht in Bergisch Gladbach](https://www.schnorrenberg-oelbermann.de/familienrecht-bergisch-gladbach/?output_format=md)
gerne persönlich.

### Was ist der Unterschied zwischen Umgangsrecht und Sorgerecht?

Während das Umgangsrecht den **_Umgang_ von und mit dem Kind** – also den Kontakt
zu den Elternteilen – regelt, fallen unter das Sorgerecht alle Regelungen, die die**
angemessene Versorgung des Kindes zum Ziel** haben. Während das Sorgerecht gesetzlich
im BGB geregelt ist, wird der Umgang im Normalfall einvernehmlich zwischen den Elternteilen
beschlossen – gesetzlich ist es nicht streng geregelt. Beide Rechtstypen haben als
oberstes Ziel, das **Kindeswohl zu fördern und zu wahren**.

#### Woran erkenne ich ein rechtswidriges Verhalten meines Ex-Partners oder meiner Ex-Partnerin hinsichtlich des Umgangsrechts?

Maßstab für die meisten Regelungen im Familienrecht ist das Kindeswohl: So kann 
es beispielsweise vorkommen, dass ein Elternteil dem anderen Elternteil den Umgang
mit dem Kind nicht gewährt (**Umgangsverweigerung**). Hier können bei anhaltender
Verweigerung nach richterlicher Entscheidung **Zwangsgelder bis hin zur Zwangshaft**
angeordnet werden. Diese Sanktionen können bis zur **Kürzung des Unterhalts** und**
Entzug des Sorgerechts** gehen. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Anwalt oder
einer Anwältin im [Familienrecht in Düsseldorf](https://www.schnorrenberg-oelbermann.de/familienrecht/?output_format=md)
beraten.

##### Was bedeutet es, dass das Kindeswohl im Vordergrund steht?

Allen Bestimmungen im Umgangs- und Sorgerecht steht das Kindeswohl an erster Stelle
voran. Das bedeutet, dass es in Einzelfällen auch möglich ist, den **Umgang** eines
Elternteils mit dem Kind zu **verwehren, wenn das Wohl des Kindes** im Umgang mit
dem Elternteil **gefährdet ist**. Im Normalfall heißt dies im Umkehrschluss, dass
der Umgang jedes Kindes zu den Eltern nicht nur zuzulassen ist, sondern sogar gefördert
werden soll.

###### Das Umgangsverfahren vor dem Familiengericht

Vor Gericht sind neben den Eltern auch **das Kind selbst anzuhören**, neben etwaigen
Dritten wie **Pflegepersonen, Jugendamt oder Vormund**. In der Praxis wird am häufigsten
für das Residenzmodell mit Besuch des zweiten Elternteils an Wochenenden und in 
den Ferien entschieden.
 Sie haben Fragen zum [Versorgungsausgleich](https://www.schnorrenberg-oelbermann.de/familienrecht/versorgungsausgleich/?output_format=md)?
Auch zu diesem und anderen Themen des Familienrechts beraten wir Sie gerne umfassend.